Das Aus für den CPU-Geheimtipp „Xeon“

Die CPUs des Herstellers Intel sind weithin bekannt als schnelle und qualitativ hochwertige Prozessoren und werden mittlerweile im Großteil der erhältlichen Desktop-Computer verbaut. Gerade auf Leistung ausgelegte Zusammenstellungen profitieren ungemein von dem Leistungsplus, das ein aktuelle Intel-Prozessor gegenüber den mittlerweile etwas angestaubten Modellen von AMD bietet.

Was ist überhaupt eine „Xeon“-CPU?

Die bekannteste und am weitesten verbreitete Modelllinie von Intel ist ohne Frage die „Core“-Reihe mit den Modellen i3, i5 und i7, die den Einsteigermarkt, die Mittelklasse respektive das High-End-Segment bedienen. Neben diesen Mainstream-Produkten bietet Intel aber noch seine „Xeon“-Reihe für Server-PCs an, die ohne integrierte GPU, mit Unterstützung für sogenannten „ECC-RAM“, welcher zur Verbesserung der Zuverlässigkeit von Servercomputern eingesetzt wird und ohne die Möglichkeit den Chip zu übertakten ausgeliefert wird. Beim Zusammenstellen eines PCs über einen PC Konfigurator, war der Xeon bislang außerdem eine günstige Alternative zu manchem i5 oder i7 Prozessor. Dies allerdings nur wenn man den Prozessor nicht übertakten möchte.

Voller Erfolg für den Einstieg in die Welt der Serverprozessoren

2011 brachte der Chipkonzern erstmals den „Xeon-E3“ auf den Markt, der mit einem Kostenpunkt von damals um die 200 Euro rein preistechnisch in den Gewässern des überaus beliebten „i5-2500k“, in Sachen Leistung aber quasi auf einer Ebene mit dem circa 40% teureren i7 lag. Schnell wurden versierte Nutzer auf diesen Umstand aufmerksam, der „Xeon-E3“ etablierte sich zum absoluten Geheimtipp in diversen Internetforen.

Vom Geheimtipp zur bekannten Empfehlung

Mit kommenden Prozessorgenerationen verbreitete sich das Wissen über das Preis-Leistungs-Schnäppchen „Xeon“ schnell weiter, sodass sich der „Xeon E3-1231 v3“ in eine der Standardkomponenten bei Computerzusammenstellungen der oberen Mittelklasse etablierte. Dies stellte zu diesem Zeitpunkt kein Problem dar, weil die CPU trotz seines angedachten Einsatzgebietes im Serverbereich ohne Probleme auch auf herkömmlichen Mainboards mit Sockel 1150 verbauen ließ.

Einschränkung der Kompatibilität mit Skylake

Anders sieht die Situation aber bei Version 5 des populären Prozessors aus, der gerade frisch erschienen ist und auf Intels aktueller „Skylake“-Plattform basiert. Dieser kommt nämlich nicht nur mit einer neuen Architektur daher, sondern lässt im selben Zug auch den Support für Mainstream-Chipsätze vermissen – das Aus für den Einsatz eines Serverprozessors im privaten Umfeld.

Einstiger Geheimtipp nun überflüssig?

Zwar lässt sich der Skylake-Xeon immer noch unter Einsatz eines Servermainboards in heimischen Computern verbauen, Produkte mit dem passenden Chipsatz liegen aber im Preisbereich von um 600 Euro und mehr – Preise die die Ersparnis beim Kauf des Prozessors im Gegensatz zu einem i7 absurd erscheinen lassen. Letzten Endes werden Privatkunden somit gezwungen auf die für sie bestimmten Produktlinien – also der Core-i-Reihe – zurückzugreifen.

Das Aus für den CPU-Geheimtipp „Xeon“
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Ein Kommentar

  1. Mario

    Ich benutzte selber den Xeon E3-1231 v3 in meinen Desktop Computer und kann nichts negatives darüber berichte. Ich habe für den Prozessor 250€ bezahlt und bin mit dem Preis-/Leistungsverhätlniss komplett zu frieden. Die neuen Skylake Prozessoren sind mir einfach noch zu teuer obwohl ich mir demnächst wahrscheinlich ein Upgrade auf den 6700K leisten möchte. Wär auf der suche nach einer günstigeren alternative ist sollte sich vielleicht die AMD FX reihen anschauen. Diese bietet Massive Power für kleines Geld.

    Mfg Mario

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